Mittwoch, 30. März 2011

1. Abend JesusHouse 2011 – ein erster Eindruck

Heute Abend habe ich mir mit einem Freund den ersten Abend JesusHouse angesehen – er ist Christ, ich bin Christ, aber Piper sagt, dass man niemals über das Evangelium herauswächst auf seiner Reise hin zu Jesus. Also habe ich mir das ganze Mal angesehen – auch weil ich sehr viel gutes von und über den Hauptreferenten Matthias Clausen gehört habe.

Die Musik:
Ich fand es sehr schade, dass die Band ('gracetown' nennt sie sich) nur Lieder (so jedenfalls mein Eindruck) aus eigener Feder gespielt haben. Bei der schlechten Qualität des Livestreams (oder meines Computers) war es dadurch sehr schwer, den Text zu verstehen. Das mag anders sein, wenn man die CD der Band vorher gehört hat, aber sie können schwerlich davon ausgehen, dass alle Zuschauer – zumal das eine Evangelisation ist! Für Ungläubige (Sic!) - die CD vorher gehört haben. Gerade aber die Musik stand an dem Abend irgendwie im Vordergrund, mit Danny Fresh als Co-Act. Wenn über die Musik dann aber evangelistische Botschaft rübergebracht werden soll, dann so, dass man es auch versteht.

Die Gäste:
Cacau war da – das war interessant. Gestört hat mich, dass ungefähr doppelt so lange über Fußball geredet wurde, wie über Gott, Jesus wurde in dem Beitrag (jedenfalls solange ich mich erinnern kann) nicht genannt. Da muss doch die Frage erlaubt sein, ob hier vielleicht nur mit der Prominenz dieses überzeugten Christen Werbung gemacht werden soll? Oder ob vielleicht doch eine Botschaft wichtig ist. Bei mir ist vom Beitrag von Cacau allerdings nur hängen geblieben, dass der VFB den Klassenerhalt schafft, und das interessiert mich als bekennender A-soccer-ist nicht wirklich.

Die Message:
Ich würde schreiben 'Die Predigt', aber da der Referent es selber so genannt hat, mache ich das einfach nach. Ich fand die Botschaft gut, ergreifend und überzeugend. Ich war an Tim Keller erinnert, das in Reason For God ähnlich beginnt. Nämlich, dass die meisten Menschen kein Problem mit Gott auf Verstandesebene haben, sondern auf Emotionsebene. Genau darauf ist Matthias eingegangen und hat es überzeugend, mit einleuchtenden Beispielen rübergebracht.
Allerdings hat er den Weg zu Gott – das Kreuz und alles was damit zusammenhängt – nicht erwähnt. Das ist für mich eine Schwachstelle, und keine unerhebliche. Wenn die Jugendlichen aus diesem Saal gehen sollen und sich 'Kinder Gottes' nennen können, dann sollte dieses kleine Randthema der Bibel nicht außer Acht gelassen werden, dass Jesus für uns gestorben ist nach der Schrift und nach drei Tagen wieder auferstanden ist nach der Schrift.

Das Fazit:
Ich bin trotz meiner Kritikpunkte erst einmal positiv eingestimmt auf dieses JesusHouse live Event! Ich denke, dass die stärke von JesusHouse (ähnlich wie ProChrist) ist, den Menschen ein Gefühl, einen Sinn für das Spirituelle/Transzendente zu geben, das existiert, und sie werden das mit dem Namen Jesus verbinden.
Nun liegt es an dreien, dass das weiterhin ein wachsender Glaube ist, was heute gesäht wurde:
  1. Ich hoffe, dass der Referent auf den nächsten Abend das Kreuz klar ins Zentrum rückt. Es reicht nun einfach nicht, wenn man an die Existenz von etwas Transzendentem glaubt, sondern dieses etwas (oder dieser Jemand, wie Clausen heute sagte) hat einen Namen – Jesus. Und er hat sich selber hingegeben, um einen Weg zu schaffen zu den Menschen. Das war schon der größte Schwachpunkt bei der letzten JesusHouse-Veranstaltung. Von diesem SMD-Hochschulevangelist und noch dazu Doktoranten von Michael Herbst erwarte ich wahrlich mehr.
  2. Die Gemeinden müssen deutliche Glaubensgrundkurse anbieten für diejenigen, die von der Spiritualität des Events angesteckt wurden und nun verstehen wollen, was das Christentum eigentlich wirklich und detailierter ist. Ich hoffe, dass sie hier nicht versagen und deutlich machen, was Jesus von sich selber zu sein behauptet, was Jesus getan hat, was Jesus heute für uns sein sollte und wie Jesus einfach alles verändert, was vorher sicher zu sein schien (auch für Christen!).
  3. Jesus muss wachsen lassen. Was gesäht wurde, mehr oder weniger gute Samen, wurde nur gesäht. Und dann können wir es begießen. Aber der, der alles in der Hand hält, alles geschaffen hat zu seiner Ehre und seiner Freude, muss das Wachstum schenken. Deswegen ist alles kritisieren dieser Veranstaltung nur dann glaubhaft, wenn man auch dafür betet, dass Jesus das benutzt. Er hat schon durch den Mund eines Esels geredet, wie viel mehr wird er da einen begabten Redner wie Matthias Clausen benutzen.

Gods Bless,

Restless Evangelical

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