Freitag, 29. April 2011

Rev. David Wilkerson

Am 27.4. - also vorgestern - ist David Wilkerson nach einem tragischen Autounfall in Texas verstorben. Wilkerson ist eine der tragenden Gestalten einer Richtung in der charismatischen/pfingstlichen Bewegung, die sich immer wieder durch die Bibel korrigiert. Er hat 1958 (!) das evangelikal-pfingstliche Missionswerk Teen Challenge gegründet, das sich um Jugendliche aus schwierigen Verhältnisen, Drogenabhängige, Gangmitglieder und ähnliche Randgruppen unserer Gesellschaft kümmert. Alleine durch Teen Challenge sind viele tausende Menschen aus Gebundenheiten befreit und in eine lebendige Beziehung mit dem auferstandenen Christus geführt wurde. Wer jemals das Buch 'The Cross and the Switchblade' (auf dt. Das Kreuz und die Messerhelden) gelesen hat, der weiß, wie Jesus durch diesem Mann in New York Banden-Szene gewirkt hat.
Rev. Wilkerson ist jetzt endlich zuhause, er hat den lauf beendet und auch wenn er immer wieder Fehler gemacht hat, ist sein Leben eine Beispiel für einen treuen Dienst für Jesus in einer Welt, die zur Ehre Gottes geschaffen wurde aber von der Sünde pervertiert ist.
Ich weiß nicht, wer von euch Rev. Wikerson kennt und wer von denen ihn schätzt, aber für alle evantualitäten will ich hier anmerken, dass die Offizielle Trauerfeier aus seiner Times Square Church im Herzen von New York City per Live Stream übertragen werden wird. Das Datum steht zu diesem Zeitpunkt nicht nicht fest - auch weil die Familie von Rev. Wilkerson erst einmal eine kleine, private und familiäre Bestattung durchführen will. Auf der Seite der Times Square Church finden sich aber alle weiteren Informationen.
Rev. Wilkerson wird mir für viele Dinge in guter Erinnerung bleiben. Ich danke Jesus für diesen wunderbaren Dienst, der viele Menschen erreicht hat. Ich danke Jesus, dass er Rev. Wilkerson heimgeholt hat und dass er jetzt für immer in der alle Sehnsüchte erfüllenden Gegenwart unseres großartigen Erlösern bleiben darf!

Gods Bless,

Restless Evangelical

Dienstag, 26. April 2011

Predigen oder Toiletten putzen?

Ich habe vor einigen Wochen schon bei Facebook einen Artikel gepostet, aber ich will hier nochmal drauf eingehen, weil er mir sehr beeindruckt hat.
Ich spreche von dem Artikel: Should a Pastor preach or clean toiletts?
Ich finde die Frage schon alleine so wichtig, weil jeder - gerade die, die in den vollzeitlichen Dienst gehen wollen - sich diese Frage mal stellen sollten. Als ich mir diese Eingangsfrage damals gestellt habe, habe ich mir gleich gedacht, wodrauf der Artikel hinaus will. Natürlich sollen Pastoren Toiletten putzen! - Alles zur Ehre Gottes. Aber dann habe ich mich gefragt: Ist das wirklich, was ich denke? Als Pastor, will ich wirklich Toiletten putzen? Oder ist vielleicht in mir drin sehr wohl das Ego, das mir immer wieder einflüstert, dass die Welt nur darauf wartet, dass ich predige, um sich erlösen zu lassen?
Um einen wirklich segensreichen Dienst in seinem Leben zu erleben, sollte man als erstes seine eigene Rolle bewusst machen. Als Prediger, als Gemeindeleiter, als Älteste, als Jugendleiter, als Theologen (evtl in spe) sind wir nichts, weiter als Bettler, wie Luther es ausdrückte. Es ist nicht unsere Aufgabe, der am Boden liegenden Christenheit neues Leben einzuhauchen. Es ist nicht unsere Aufgabe, die großen geistlichen Helden unserer Generation zu werden. Unsere Aufgabe ist in erster Linie, im Kleinen treu zu sein.
Francis Chan fragt einmal in einer Predigt, ob Jesus auch unter Role-Model ist. Wollen wir wirklich so demütig werden, wie Jesus? Wollen wir vor unseren Freunden (und Feinden) auf die Knie gehen und ihnen die dreckigen, schwieligen Füße waschen?
In dem Artikel geht der Autor aber noch weiter. Er fordert uns nicht nur auf, als erstes Bettler zu werden um des Evangeliums willen.
Er schreibt:

"God pierced my heart one day as I was cleaning the bathrooms in our church (with a bad attitude) and helped me realize if I was not willing to serve Christ in this way, I was not worthy to have the most public, visible, and high profile role in the church in preaching God’s Word."

Wenn man auf den Dienst von Georg Müller zurücksieht, den Einfluss, den er hat - auch noch viele Jahre nach seinem Tod, dann will doch jeder von uns so sein wie er? Wenn ich das gewusst hätte, dann hätte ich auch so gelebt! Wenn ich wirklich sicher sein könnte, dass Jesus mich dann am Ende aus dem Staub erhebt, na dann werfe ich mein Leben auch ruhig weg! Ich weiß nicht, ob es euch so geht. Aber mir geht es so, wenn ich mich selber prüfe und wirklich meine Beweggründe für vieles überprüfe. Aber das sollte doch nicht unsere Motivation sein! Jesus selbst sagt zwar, dass der groß sein wird, der hier auf der Erde Diener ist (Markus 10,43). Doch unsere Motivation dabei sollte nicht sein, dass wir groß sein wollen! Ich glaube, wir hätten Jesus dann falsch verstanden. Wir sollten uns als das verstehen, was wir sind: Elende Sünder, die nur durch die erstaunliche Gnade eines unendlich liebevollen Gottes gerettet sind.
Wenn diese Wahrheit mir aus dem Kopf, dem Verstand, der diese Wahrheit aus der Bibel aufnimmt, in mein Herz rutscht und beginnt, meine Gefühle zu bestimmen, dann sehe ich nicht auf die dreckigen Toiletten in meiner Gemeinde herunter und sage: Dafür habe ich nicht 5 Jahre lang Bücher gewälzt!
Wenn du - wo du stehst, wo Jesus dich perfekt positioniert hat um einen unermeßlichen Einfluss auf deine Umwelt auszuüben - Jesus dadurch am meisten ehrst, dass die Toiletten sauber sind, dann solltest du besser ganz schnell auf die Knie gehn, mit der Klobürste in der einen und einem Wischlappen in der anderen und mit ganzem Einsatz deinen Dienst tun! - und wenn ich hier in der zweiten Person schreibe, dann meine ich natürlich wir, dann meine ich in erster Linie ebenso mich wie euch!
Ich will nicht sagen, dass wir uns selber geißeln, demütigen müssen, um wirklich heilig zu sein! Aber wir sollten uns nicht für heiliger, besser, wichtiger halten, als wir sind! Wir sind auf dieser Erde Teil der Missio Dei und manchmal ist unser Teil darin eben, dass wir Toiletten putzen! Aber ist es nicht em Ende eine unaussprechliche Freude, zu wissen, dass Jesus uns teilhaben lässt an dem, was er mit dieser Welt vorhat? Ist es nicht eine unendliche Ehre, für ihn zu arbeiten? Ist es nicht - unter diesem Aspekt betrachtet - Freude Toiletten zu putzen?


Gods Bless,

Restless Evangelical

Montag, 25. April 2011

Pietismus und Orthodoxy

Ein paar Tage lang gab es in der reformierten Blogo-sphere in Amerika eine kleine Diskussion um den Unterschied zwischen orthodoxen - meint bekenntnistreuen - Gemeinden auf der ein Seite und Pietismus auf der anderen. Es war soweit eine interessante Debatte, weil die Sicht der reformierten Orthodoxie sehr gut rübergekommen ist, die Seite des Pietismus leider wenig repräsentiert war.
Lesbar ist das ganze allemal!
Kevin DeYoung hat auf seinem Blog eine Zusammenfassung der Blogposts aufgeschrieben.
Mir ist in Kevins erstem Post ein Absatz besonders ins Auge gefallen, und den wollte ich hier noch einmal aufgreifen:

"I want a confessionalism that believes in Spirit-given revival, welcomes deep affections, affirms truth-driven experience, and understands that the best creeds should result in the best deeds. I want a confessionalism that believes in the institutional church and expects our Christian faith to impact what we do in the world and how we do it. I want a confessionalism that is not ashamed to speak of conversion—dramatic conversion for some, unnoticed conversion for many."  (Quelle: here)


Ich war deswegen begeistert, weil ich mit dem gewissen Kribbeln den Artikel von Kevin gelesen habe. Ich mag seinen Blog und seine Einsichten. Er ist ein hevorragender und rundum 'gesunder' Theologe. Ich habe aber ein wenig befürchtet, er würde in seinem Artikel die Pietistischen Errungenschaften auf der postiven Seite völlig verleugnen bzw. negieren. Und genau das hat er nicht getan. Er macht auf die Fehler aufmerksam, die aus dem Emotionalismus der Pietisten resuliteren können. Genauso macht er aber auch auf die guten reformatorischen Grundsätze aufmerksam, auf denen bspw. Spener stand. Und zeigt auf, in wie weit der Pietismus auch einen guten Einfluss auf unser Glaubensleben haben kann und sollte.
Die prinzipielle Ablehnung von Erfahrungen innerhalb der Reise auf dem Weg zu Jesus halte ich für eine andere Seite des Pferdes, von dem man fallen kann.
Eine Kirche, die in sich ruht, sich ihrer Erwählung und gesunden Theologie freut, und keinen Einfluss auf ihre unchristliche Umgebung hat, halte ich für eine Zielverfehlung. Eine missionale Gemeinde, wie wir sie in der Apostelgeschichte sehen können (in der es gerade am Anfang immer wieder heißt, dass die Gläubigen von vielen gut angesehen waren) ist immer eine Gemeinde, die einen positiven Einfluss auf ihre Umgebung hat.


Wenn wir durch unsere Lehre den Menschen ihre Sündhaftigkeit vor Augen führen, dann kommen wir dabei nur einem Teil unseres Auftrages in dieser Welt nach. Jesus is more than a savior - sagt Francis Chan und dabei gebe ich ihm völlig recht!
Dabei sollten unsere Erfahrung, unsere Emotionen und unser sozialer Einsatz niemals die Messlatte für unsere Theologie sein. Aber unsere Theologie sollte uns dazu führen, gnädig zu sein mit einer Welt, die in keiner Weise schlechter ist als wir selbst. Unsere Theologie sollte uns dazu führen, Gerechtigkeit in einer Welt zu schaffen, die für Gerechtigkeit geschaffen wurde, aber von der Ungerechtigkeit entstellt ist!
Ich will dabei nicht soziales Engagement mit Pietismus gleichsetzen - aber eine Theologie, die aus der Bibel kommt und sich in Erfahrungen erfahrbar macht, führt - denke ich - zu einem aktiven Leben in der Imitatio Christi.


Gods Bless,
Restless Evangelical

P.S. Den englischen Term 'Confessionalism' mit Orthodoxie zu übersetzen, ist natürlich nicht optimal! Fällt jemandem etwas besseres ein?

Sonntag, 24. April 2011

Mars Hill Easter Celebration

Heute habe ich mir den Live Stream von Mars Hill Church's groß angelegter Easter Celebration in Seattles Footballstadion angesehen.
Für mich ist es mittlerweile schon ein gewisse Tradition, mit den Ostergottesdienst von Mars Hill anzusehen. Ich find es immer sehr bewegend, zu sehen, wie in der Gemeinde Jesus als der Mittelpunkt von allem gefeiert wird. Normalerweise feiern die ihren Ostergottesdienst allerdings in ihren traditionellen 'Campus'-Gebäuden.
Dieses mal haben sie das Football-Stadion gefüllt. 20.000 Leute finden darin Platz. Wie Pastor Tim sagte, was die letzte Zählung, dass 17.800 Leute gekommen waren, um den auferstandenen Jesus zu feiern. 1050 freiwillige Helfer haben sich eingefunden, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Über 200 Menschen hatten sich angemeldet, dass sie nach dem Gottesdienst getauft werden wollen. - Doch Pastor Mark sagte in seiner Predigt, dass er damit rechnet, dass der Heilige Geist seinen Dienst tun wird und sich einige entscheiden werden, sich von der Stelle weg taufen zu lassen. Am Ende verkündete er noch dazu, dass die 500 Taufen-Marke, die sich die Gemeinde selber gesetzt hatte, erreicht war, und immer noch Leute darauf warteten, getauft zu werden.

Die Predigt:
Mark Driscolls evangelistische Predigt war gut, wenn man sich vorher nicht viel mit Marks Dienst auseinander gesetzt hat. Es ging am Ende um Jesus. Über der Bühne war ein großes Banner mit der Aufschrift 'It's all about Jesus' angebracht. Er hat von dem Anspruch Jesu gesprochen, Gott zu sein. Ein Zitat an dieser Stelle aus der Predigt: „Do you know, why Jesus declared to be God? - Because He is God!“ Er hat von der Exklusivität Jesu zum Vater gesprochen, er hat von der Sünde der Menschen gesprochen. Er hat einen rund um guten Input gegeben, aus dem heraus die Menschen, die gekommen, eingeladen worden sind, verstehen konnte, worum es im Christentum geht. Wer Marks Predigten aber sonst kennt, wird viel alt bekanntes gehört haben. Er hat wieder einmal den Unterschied zwischen Jesus und Religion aufgezeigt. Er hat wieder einmal das Leben Jesu in schnellen Worten paraphrasiert: He was born in a small town etc. etc.
Eines allerdings fand ich sehr bemerkenswert. Sonst bezeichnet Mark Driscoll Seattle ja gerne als die 'least churched city in america'. Heute allerdings sagte er, dass Seattle 'former the least churched city in america' war, 'but by Gods Grace it's isn't anymore!'. Ich finde, dass ich ein krasses Symbol, dass Mars Hill damit setzt.

Die Musik:
Die Musik von Mars Hill hat sich scheinbar geändert. Oder sie haben es nur für diese Veranstaltung umgestaltet. Aber sonst gefiel mit die Mars Hill Musik oft nicht so sehr. Der Stil war sehr rockig – vllt trifft Grunge es in diesem Fall ganz gut. Heute allerdings fühlte ich mich sehr and herkömmliche (gute) Lobpreisveranstaltungen erinnert. Ein Chor hat im Hintergrund gesungen, eine Band mit einer Geige die Musik beigetragen und Pastor Tim (wie jedes Jahr) in den Lobpreis geleitet. Die Texte waren großteils von alten amerikanischen/englischen Hymnen abgeleitet. Teilweise auch ihre Musik belassen (How Great Thou Art), teilweise mit neuer Musik unterlegt (Nothing but the Blood). Alles in allem hat mich die Musik dieses Mal wirklich begeistert!

Eine kleine persönliche Note:
Während die Taufen durchgeführt wurden, wurden immer wieder unterschiedliche Becken gezeigt. Ich fand diese Taufen sehr bewegend. Zwei allerdings sind mir besonders aufgefallen! Einmal hat man einen relativ großen jungen Mann ins Becken steigen sehen. Dann hat er die üblichen kurzen Worte mit den beiden Pastoren gewechselt, die die taufe durchgeführt haben. Er hat einmal – das konnte man deutlich erkennen – aufgeseuftz in anbetracht des großen Schrittes, den er gleich tun wird. Und dann wurde er untergetraucht – seine alte Natur getötet – und er tauchte wieder auf – als neue Schöpfung. Und als er wieder auf den Beinen stand riss er seine Arme in die Höhe als Zeichen des Siegs. Ich war von der Geste wirklich begeistert! Da hat einer wirklich verstanden, was dieser Akt gerade bedeutete. Nämlich den Sieg Jesu über Sünde, Hölle, Tod und Teufel festzumachen, zu verkünden, öffentlich dafür einzustehen!
Die zweite Begebenheit war danach zu sehen. Man sah einen jungen Mann ins Becken steigen. Er sagte einen kurzen Satz zu den Pastoren, worauf einer der beiden aus dem Becken stieg und ein älterer Herr ins Becken gestiegen kam. Da beide offensichtlich asiatischer Herkunft waren, nehme ich stark an, dass es sich bei dem älteren Herrn um den Vater des Täuflings handelt! Dann hat der Vater den Sohn eigenhändig getauft. Dabei hat man – sogar von weitem – seine rührung in den Augen sehen können. Als der Sohn wieder stand, konnte der Vater es kaum erwarten, seinen Sohn zu umarmen. Wie schön ist es, seinen eigenen Sohn taufen zu dürfen?

Ein Wort zur Taufpraxis:
Ich habe Manche sagen hören, dass sie die Praxis nicht gut fänden, die Leute gleich nach der Bekehrung zu taufen. Es muss doch erst klar werden, dass sie wirklich bekehrt sind? Ich denke, dass es sicher nicht in unserem Sinn sein kann, Nichtchristen zu taufen. Aber wie sicher kann man bei einem Jugendlichen sein, der in der Gemeinde aufgewachsen ist, das 'Christianese' von der Wiege an beigebracht bekommen hat? Es ist am Ende nicht unsere Aufgabe, die Herzen zu prüfen. Doch was sie können, tun die Pastoren von Mars Hill! Sie machen klar, welch wichtiger Schritt das ist und für wen das gedacht ist. Bis letztes Jahr war es auch so, dass man vorher noch ein kurzes Gespräch mit einem Pastor haben sollte. Dieses Mal konnte das – wohl aus logistischen Gründen – nicht so gemacht werden. Aber ich frage mich, wie sicher sich Philippus bei dem Kämerer aus Äthiopien gewesen sein kann?

Kurzes Fazit:
Um es wirklich kurz zu machen – ich bin wieder begeistert von Mars Hills OsterGottesdienst. Vielleicht eine Idee für den einen oder anderen, was er nächste Ostern um 18:30 macht?

Gods Bless,

Restless Evangelical

Samstag, 23. April 2011

That's my King!

Kevin DeYoung schreibt, dass manche Predigten niemals zu alt werden!
Wie recht er hat!

Jesus!

Gods Bless,
Restless Evangelical

Mittwoch, 20. April 2011

Ein Messer für alle Lebenslagen!

Das Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant scheint - den Kommentaren bei Amazon nach zu urteilen - einiges zu bieten zu haben!

http://www.amazon.de/gp/product/B000R0JDSI/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&tag=uwxgvzx-21&linkCode=as2&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B000R0JDSI

Gods Bless,
Restless Evangelical

Montag, 18. April 2011

Atheismus-Debatte

Heute hatten wir eine Vorlesung beim Idea-Redakteur Karsten Huhn über Medienarbeit und zum Schluss ist das ganze irgendwie ein eine Atheismusdebatte abgeglitten. Die Frage war, wie man mit Atheisten umgehen kann, die einen ebensolchen Missionsdrang verspüren wie wir als Christen.
Dabei musste ich an eine Debatte denken, die ich vor einigen Monaten gesehen habe.
Am reformiert-evangelikalen Westminster Seminary in Philadephia wurde vor einiger Zeit der reformierte Theologe Douglas Wilson eingeladen zu einer Debatte mit dem bekennenden Atheisten und einer der Gallionsfiguren der Neuatheistischen Bewegung Christopher Hitchens. Dieser ist bekannt geworden durch sein Buch God is not Great (auf deutsch: Der Herr ist kein Hirte), dass den Untertitel "How Religion poisons everything". Witzig in diesem Zusammenhang ist die Begrüßung bei der Debatte durch Dr. K. Scott Oliphint - der am WTS Apologetik und Systematische Theologie lehrt. Er begrüßt seine Studenten und alle Gäste mit den Worten 'Welcome at Westminster Seminary' und dann folgt 'or for all of you who are fans of Mr. Hitchens_ Welcome to the poison factory!'.
Das verspricht eine spannende Debatte zu werden! Ich empfehle es allen sehr. Mir ist dabei aufgefallen, dass die Debatte durchaus als ausgeglichen bezeichnet werden kann. Was Wilson an populistischem Niveu fehlt, macht er durch philosophisches und akademisches Wissen wett - und anders herum. Der hervorragende Redner Hitchens schafft es oft, die Leute von seinen Argumenten zu überzeugen, weil er einfach ein begabter Redner ist. In jedem Fall aber hat im Wilson - der allerdings ein weniger begabter Redner, dafür ein umso brillianterer Gelehrter ist - ein Argument entgegenzusetzen. Ich habe diese Debatte wirklich genossen und würde mich freuen, so etwas mal in Deutschland zu erleben - vielleicht an der FTH?

Link:
Dabei handelt es sich um Part 1 von 12 - die anderen findet ihr dann jeweils bei den Related Videos! Ein Hoch auf Youtube!

Gods Bless,

Restless Evangelical

Samstag, 16. April 2011

Donnerstag, 14. April 2011

By Faith - Keith & Kristyn Getty

Wer mich kennt, der weiß, dass ich die Lobpreismusik von den Gettys, die sie zum großen Teil zusammen mit Stuart Townsend schreiben, sehr mag. Sie verbinden moderne Musik mit tiefen und theologisch refektierten Texten.
Durch die The Gospel Coalition Conference bin ich auf ein 'neues' Lied der Gettys aufmerksam geworden, das ich gerade bei mir rauf und runter laufen lasse!

By Faith:
Liedtext:
Words and Music by Keith & Kristyn Getty & Stuart Townend

By faith we see the hand of God
In the light of creation's grand design
In the lives of those who prove His faithfulness
Who walk by faith and not by sight

By faith our fathers roamed the earth
With the power of His promise in their hearts
Of a holy city built by God's own hand
A place where peace and justice reign

We will stand as children of the promise
We will fix our eyes on Him our soul's reward
Till the race is finished and the work is done
We'll walk by faith and not by sight

By faith the prophets saw a day
When the longed-for Messiah would appear
With the power to break the chains of sin and death
And rise triumphant from the grave

By faith the church was called to go
In the power of the Spirit to the lost
To deliver captives and to preach good news
In every corner of the earth

We will stand...

By faith this mountain shall be moved
And the power of the gospel shall prevail
For we know in Christ all things are possible
For all who call upon His name

We will stand...

Genießt es!

God's bless,

Restless Evangelical

Mittwoch, 13. April 2011

The Gospel Coalition Conference - Tim Keller

Gestern hat die lang ersehnte The Gospel Coalition Conference in Chicago begonnen. Thema der Conference ist 'Preaching Christ from the Old Testament' und man kann sich die Sessions Live ansehen auf der Seite von John Pipers 'Desiring God' Ministries. Durch die Zeitverschiebung von 9 Stunden ist das allerdings nur unter Einsatz der eigenen Schlafgesundheit möglich!
Gestern abend um 23 Uhr unserer Zeit habe ich mir trotzdem Tim Kellers Session angehört und es nicht bereut! Wenn ihr irgendeinen Vortrag hören wollt, dann hört diesen. Ausgehend von 2. Mose 14 - dem Durchzug des Volkes Israel durch das Rote Meer - predigt er Jesus und das Evangelium. Es ist natürlich kein völlig abwegiger Text, denn im NT wird immer wieder auch Bezug genommen auf dieses Ereignis als Vorschattung des Todes Jesu' am Kreuz. Trotzdem ist es eine beeindruckende Predigt, in der die Lehren der Gnade deutlich werden, Gottes Souveränität im Erlösungshandeln an den Menschen - und dass die Israeliten in keinem Fall 'besser' oder 'heiliger' waren als die Ägypter - wie Keller sagt: Sie hatten nur nicht die Technik und die Möglichkeiten, einen ebensolchen Massenmord zu begehen wir die Ägypter in der Exodusgeschichte. Später im AT tuen sie genau das selbe! Warum also werden sie gerettet und die Ägypter nicht? Weil die Glauben hatten?
 2. Mose 14, 13 sagt: "Und Mose antwortete ihnen: 'Habt keine Angst! Stellt euch auf und schaut euch an, wie Jahwe euch heute retten wird!'" (nach der NeÜ) Tim Keller nimmt in seiner Predigt berechtigterweise Bezug auf diese Stelle. Ist es nicht ein großartiger Gott, den wir haben, der für uns kämpft? Ist es nicht oft in unserem Leben so, dass wir mit unserer 'Kraft' zu nichts kommen. Aber wenn wir einen Schritt zurücktreten, still sind, dann können wir zusehen, wie Gott für uns kämpft. Wie er für uns schon gekämpft hat am Kreuz!

Die Session gibt es leider (noch?) nicht als Videodownload - dafür aber als Audiodownload hier:
Tim Keller Session 2 - Getting Out (Exodus 14)

Gods Bless,

Restless Evangelical

Dienstag, 12. April 2011

Klare Worte

Ich habe gerade einen Artikel auf WeltOnline gelesen, der mich sehr bewegt hat. Es geht um die beiden im Jemen ermordeten Braker Bibelschülerinnen Rita und Anita.
Der Artikel ist hier zu finden:
http://www.welt.de/print/wams/nrw/article13127970/Aus-Liebe-zu-Jesus.html

Selten habe ich so einen deutlichen Artikel in einer Weltlichen Zeitung gefunden. Schon der Titel macht deutlich, worum es den beiden Bibelschülerinnen ging. Es geht in der christlichen Mission nicht um: meine Religion ist besser als deine. Es geht nicht um: Ich habe schon mehr begriffen als du. Es geht nicht um: Ich stehe kulturell höher als du.
Jesus selber sagt, dass wir uns selber als die geringsten ansehen sollen. Also sollte es die Liebe Gottes sein, die uns dazu drängt, bei den 'Ärmsten der Armen' zu sein, wie es Rita und Anita ausdrückten. Es geht um die Liebe Gottes für eine verlorene Welt, die er doch dazu geschaffen hat, glücklich zu sein in ihm und der Verherrlichung seiner Person. Es geht um das Feiern Gottes in einer Welt, die von der Sünde entstellt, zerstört ist. Es geht darum, dass am Ende eben Gott doch alles in seiner Hand hatte.
Es ist beruhigend zu wissen, dass am Ende eben Jesus doch alles in seiner Hand hatte.
Ich fand diesen Artikel wirlich beeindruckend, weil es zwei junge Frauen darstellt, die nicht nachdenken, sondern handeln. Die nicht diskutieren, sondern da sind, wo Jesus war.
Heute habe ich noch eine Anekdote von Shane Claiborne gelesen.
In einer christlichen Gemeinde fragte er mal, wie viele von den anwesenden Jugendlichen glaubten, dass Jesus bei den Armen war. 80% der Jugendliche hoben den Arm (was alleine schon überraschend ist - was glauben denn die anderen 20%, wo Jesus war?). Dann fragte er aber eine weitere Frage: Wie viele von den Jugendlichen verbringt denn selbst Zeit mit den Armen? 2% hoben dir Hand.
Frost und Hirsch schreiben zu dieser Geschichte:
"There is for many an almost complete disconnect between our beliefs about Jesus and our actions. This disconnection lies at the nub of the problem facing the church. Soeren Kierkegaard expressed it this way: 'Christ is the Truth inasmuch as He is the way. He who does not follow in the way also abandons the truth. We possess Christ's truth only by imitating him, not by speculating about him.'" (Frost & Hirsch, ReJesus, S.53)
Good quote!

Gods bless,

Restless Evangelical

Samstag, 9. April 2011

De-frozen chosen

Eine Rezension zu „Young, Restless, Reformed“ von Collin Hansen

    Ein Überblick
Der Journalist Collin Hansen, der als Editor-at-large beim amerikanischen ChristianityToday Magazin arbeitet, hat sich an die Arbeit gemacht, und einen größeren Fokus auf eine Bewegung gewonnen, von der viele dachten, sie wäre gar nicht möglich. Immer mehr junge Erwachsene (im Buch mit dem Fokus auf Amerika) interessieren sich für Theologie und durch Theologen wie John Piper als Einsteiger und Jonathan Edwards und John Owen als Gute-Nacht-Lektüre entwickeln sie eine Liebe für die Lehre, die landläufig als 'Calvinismus' bekannt ist, sich selber aber lieber den Namen 'Lehren der Gnade' gibt. Das Buch ist ein breit angelegter Überblick, der sich bemüht, auf verhältnismäßig kleinem Raum (156 Seiten) eine Bewegung zu betrachten, die von klassisch reformierten Kirchen (Presbyterian Church of America), über reformierte Charismatiker in der Souvereign Grace Bewegung bis zu emergenten Reformierten, wie sie von Mark Driscoll repräsentiert werden und im Acts29 Network zusammengefasst sind, reicht. Dabei bemüht sich der Autor, nicht nur Menschen und Gemeinden zu beschreiben (was er auf hervorragende Weise macht), sondern ihre Begeisterung für eine Lehre in Worte zu fassen, die manch einer schon als ausgestorben betrachtet hat.

    1. Location: Passion-Conference
Anfänge sieht er dabei bei den jährlichen Passion-Conference in Atlanta, Georgia (einen guten Einblick in die Atmosphäre gibt es hier: http://www.youtube.com/watch?v=rf0K5ZXokxM)
Interessant ist das deswegen, weil Passion eigentlich keine 'reformierte' Konferenz ist. Durch den Einfluss von John Piper, der die Grundlage für sein großartiges Buch 'Dont Waste your Life' 2000 auf einer Passionkonferenz legte und seitdem jedes Jahr dort zu Gast ist, gibt es aber viele Teilnehmer bei dieser Konferenz, die ein speziellen Interesse für die Herrlichkeit Gottes haben, wie sie in den 'Lehren der Gnade' zum Ausdruck kommt. Zu diesem Zweck 'interviewt' Hansen einige Teilnehmer der Konferenz und findet heraus, dass einige mehr oder weniger wegen Piper zu der Konferenz kommen und die Lobpreismusik als Ausdruck ihrer Theologie betrachten. Diese Konferenz bietet das Einstiegskapitel für das Buch und dann geht es weiter zu insgesamt 7 Locations, wo der Autor einen reformierten Aufbruch entdeckt haben will.

  1. Location: Bethlehem Baptist Church
Die Verbindung von Passion zu Piper lässt den Autor nach Minneapolis in Minnesota fliegen, wo er erst John Pipers Gemeinde Bethlehem Baptist Church besucht und im Anschluss ein Gespräch mit John Piper hat. Dabei schafft es Hansen, zu ergründen, wieso dieser eigentlich unscheinbare 'Großvater' es schafft, so viele junge Leute zu begeistern. Zu begeistern für eine Lehre, die auf den ersten Blick schrecklich wirkt, aber nach einigem Nachgrübeln das Potential besitzt, Herzen, ganze Persönlichkeiten zu verändern. Hansen schafft es, den 'Mythos' John Piper nicht zu verschärfen, er weißt sogar selber darauf hin, dass diese Gefahr durchaus besteht. Es ist aber interessant zu sehen, wie viele Menschen in dem Buch ihre Liebe zu John Piper zum Ausdruck bringen und dabei weiterleiten zu dem, der John Piper 'nur' als sein Werkzeug benutzt und soviel mehr zu bieten hat, als dieser Pastor aus Minneapolis. In dem Buch 'For the Fame of Gods Name' schreibt der Neutestamentler am Southern Baptist Theological Seminary, Thomas Schreiner: „[A] remarkable number of students at Southern Seminary, where I serve as a professor, have told me that the greatest influence in their life is John Piper.“ (S. 215) Warum soviele Leute, die Piper oft nie im Leben getroffen haben, noch treffen werden, beschreib Hansen in dem Buch, ohne den Fokus auf Jesus zu verlieren. Ein Mädchen auf Pipers Gemeinde fasst das in 'Young, Restless, Reformed' so zusammen: „We've never talked, but I feel really close to him [John Piper] because he has had such an impact on my life, so I'm really thankful to God for his ministry.“ (S. 45)

  1. Location: Yale University
Von Bethlehem Baptist reist Hansen zur Yale University, wo John Pipers großes Vorbild – Jonathan Edwards – studiert hat und wo sein 'Geist' einem nicht nur in den Namen von vielen Säälen, sondern auch in der Bibliothek und in Studentengruppen entgegenschlägt. Wenn Piper ein Einsteiger für Reformierte Theologie ist, dann ist Edwards 'the chief goal'. Das theologische Wunderkind, das heute fast nur noch für seine Predigt 'Sünder in der Hand eines zornigen Gottes' bekannt ist, wird in diesem Kapitel auf interessante Weise beleuchtet. Hansen stellt auf sensible Art und Weise dar, wie Edwards Gedanken auch heute noch einen großen Einfluss auf viele junge Leute hat, und wieso ihm gerade in der Postmoderne wieder eine Bedeutung zukommt. Edwards, so Hansen, habe es verstanden, Intellekt und Emotionen zu vereinen. Im Buch schreibt Hansen: „Just as Edwards exemplified tradition and transcendence with an eye toward transformation, he balanced doctrinal conviction with evangelical spirit. […] Even today his Religious Affections strikes the right note. It teaches us how to be emotional without succumbing to emotionalism, how to value doctrine without become doctrinaire.“ (S.57)
In diesem Kapitel beschreibt Hansen kurz die Geschichte von Edwards, seinen Einfluss in seiner Zeit und auch seine Schwächen. Es ist hoch interessant zu lesen und hat mir Lust darauf gemacht, mich mehr mit diesem großen Theologen zu befassen. Sein Einfluss in der Bewegung der 'New Calvinists' sollte nicht unterschätzt werden. In dem Buch wird dem Tribut gezollt, indem auf dem Cover ein T-Shirt zu sehen ist, auf dem das Gesicht Edwards zwischen dem Schriftzug 'Jonathan Edwards is my Homeboy' zu sehen ist.

  1. Location: Southern Baptist Theological Seminary
Von Yale geht es nach Kentucky, genauer gesagt Louisville, wo das heute größte Seminar der Southern Baptist Convention steht, dem seit Februar 1993 Al Mohler als Präsident vorsitzt. Es ist ein hochinteressantes Kapitel, das die größte Stärke dieser 'New Calvinist' Bewegung aber auch ihre größte Schwäche offenbart. Al Mohler, der eine große Liebe und Leidenschaft für die Irrtumslosigkeit der Schrift hat und für das Evangelium, das er als 'Lehren der Gnade' versteht, hat das gesamte Seminar umgekrempelt, als er Präsident wurde. Nicht weniger als 93% der Fakultät verließen das Seminar, meist freiwillig, wie Hansen schreibt, aber sie hatten auch keine große Wahl. Mohler hat alle offenen Positionen mit Theologen besetzt, die ebenso für Irrtumslosigkeit eintreten und zum Großteil ebenso Calvinistisch sind. Das ist für Mohler selbstverständlich, weil die Lehren der Gnade vielleicht seine größte Leidenschaft sind. Er sagt das so: „'When I say that my agenda is not Calvinism, I say that with unfeigned honesty, with undiluted candor,' Mohler told me. 'My agenda is the gospel. And I refuse to limit that to a lable, but I am also very honest to say, yes, that means I am a five-point-Calvinist. If you're younting points, here I am.“ (S.74)
Es ist beeindruckend zu lesen, wie ein Mann es schafft, ein Seminar, das am Rande zum Liberalismus schwebt, komplett umzukrempeln. Heute geht ein großteil der Absolventen des Seminars als Calvinisten in den Dienst der Southern Baptist Convention. Und dabei ist das Southern Baptist Seminary das größte der Denomination. Hansen bezieht sich in seinem Buch auf eine Untersuchung, die Ed Stetzers Institut 'LifeWay Research' im Jahr 2006 herausgegeben hat. Danach betrachten sich heute 10 % der Pastoren in der Southern Baptist Convention als Fünf-Punkte-Calvinisten. „Non-Calvinists think even that number is exaggerated. Calvinists believe they claim a larger percentage.“ (S.72)
Doch mit einem Blick auf Steve Lawson und seine Erlebnisse in der Dauphin Way Baptist Church in Mobile/Alabama. Lawson, der als Pastor in die Gemeinde kam und von der Billy Graham Evangelistic Assiciation (sic!) ein gutes Zeugnis ausgestellt bekommen hatte, war eine kontroverse Figur für die Gemeinde. Er predigte aus der Bibel, mit einer großen Liebe für Auslegungspredigt und war von Anfang an offen, was seine Haltung zur Souveränität Gottes und Calvinismus angeht. Trotzdem wartete er zwei Jahre, bis er seine erste Predigt explizit zu diesem Thema hielt. Lawson war kompromisslos, was Gemeindedisziplin anging. Und er hatte einige Unterstützer in der Gemeinde. Leider aber auch mindestens ebenso viele Gegner. Wer Steve Lawson einmal hat predigen hören, der weiß, dass er ein begabter Redner ist (Peter Voth hat zwei Predigten von ihm auf seinem Blog gestellt: http://www.reformatorisch.blogspot.com/). Von 1995 bis 2003 war Lawson in der Gemeinde, dann ist er freiwillig ausgeschieden, weil er nicht mehr weiter machen konnte. Die Statistik scheint vernichtend: „According to press reports when he resigned in 2003, attendance at Dauphin Way declined from more than fifteen hundred in 1996 to about six hundred and fifty. Church membership dropped from seven thousand to three thousand, though Lawson says these figures are exaggerated.“ (S.81).
Dabei richtet Hansen nicht darüber, er bringt dabei sogar eine gewisse Liebe für Lawson rüber. Aber er dokumentiert ebenso, dass Lawson für die große Angst vieler Gegner des Calvnismus steht: Calvinismus würde trennen, zerstören und die Gemeinde entzweien. Ich finde es interessant und wichtig, dass Hansen auf diesen Einwand eingeht und ihn auch nicht einfach vom Tisch wischt. Ich war trotz allem nach dem Kapitel heiß darauf, eine Predigt von Lawson zu hören (einen guten Einblick in seinen Stil sieht man hier, einem Videoausschnitt seiner Predigt bei MacArthurs Shepherd's Conference 2009: http://www.youtube.com/watch?v=LOWH2WemrUU&playnext=1&list=PLB908F4E29CC3C92B).

  1. Location: Covenant Life Church
Von den Southern Baptists geht es zu einer der interessantesten und – wie es scheint – unmöglichsten Blüten dieser Bewegung. Schauplatz ist Gaithersburg in Maryland. Hier steht die Vorort-Megachurch 'Covenant Life Church' und das Hauptzentrum der Sovereign Grace Denomination. SG ist so einzigartig, weil sie charismatische Pneumatologie mit reformierter Soteriologie vermischt. Auf Deutsch: Erhobene Hände, prophetische Eindrücke und Zungenrede im Gottesdienst (letzteres nur mit Auslegung/für sich selbst) und die Lehren der Gnade von der Kanzel. C.J. Mahaney ist bekannt geworden als ein solcher 'reformed Charismatic', Mark Driscoll gehört ebenso dazu (auch wenn es für ihn noch ein weiteres Kapitel in dem Buch gibt) wie mittlerweile auf die Arche-Gemeinde (nicht zu verwechseln mit dem hervorragenden evangelikalen Kinder und Jugendwerk Arche!) in Hamburg. Hansen betrachtet dabei diese seltsame Blüte der New Calvinists und es ist wirklich interessant. Er beschreibt ein wenig von C.J. Mahaneys Geschichte und seiner Persönlichkeit. Einmal schreibt er: „C.J. Mahaney gave me the most difficult interview of my carrer thus far. I have andured hostile subjects, awful conditions,and ill-informed answers. But I could not prepare for how Mahaney treated me. He wouldn't stop asking me questions. He seemed to genuinely care about getting to know me.“ (S.98) Das zeigt viel vom Charakter Mahaneys. Er zeigt, wie wenig er interessiert ist in die eigene Person als mehr darüber, mehr über andere zu erfahren. Mark Driscoll erzählt in der Predigt 'The Rebels Guide to Joy in Humility' (http://www.marshillchurch.org/media/rebels-guide-to-joy/the-rebels-guide-to-joy-in-humility), dass in Mahaney eines Abends aus heiterem Himmel angerufen hat um mit ihm über Demut zu sprechen. Niemand wusste davon. Mich hat dieses Zeugnis in der Predigt beeindruckt, weil es so komplementär ist zu John MacArthur, der in Reaktion auf Mark Driscoll einen Artikel schreibt und in seinem Magazin veröffentlicht. Ich frage mich,wer sich 'more christlike' verhalten hat!

  1. Location: New Attitude Conference
Von Covenant Life Church geht es zurück nach Louisville, Kentucky, wieder zum Southern Seminary, diesmal zur New Attitude Conference, gegründet von Joshua Harris für junge Erwachsene. In diesem Kapitel begegnet dem Leser eine weitere hochinteressante Blüte der Bewegung: 'Holy Hip Hop'. Reformierte Raptexte, Theologie in einem Musikgenre, das vorher für Hass auf die eigene Mutter und Sex/Drogen/Gewalt bekannt war. Man begegnet Curtis Allen, Pastor in der Sovereign Grace Bewegung, heute vollzeitlich für die Musik engagiert. Er tritt unter dem Künsternamen 'Voice' auf und bekam größere Bekanntheit, als John Piper ihn einlud, in Bethlehem Baptist aufzutreten. Außerdem wird Joshua Harris näher betrachtet und sein Weg vom 'Dating-Polemiker' zum Gesicht einer neuen Generation reformierter Prediger. In diesem Kapitel geht es vielmehr um die junge Generation von reformierten Evangelikalen und es ist interessant zu sehen, wie diese jungen Leute (die meist älter sind als ich *grins*) sich für Theologie begeistern, aber dabei nicht dem Vorurteil der 'frozen chosen', der eingefrorenen Erwählten, gerecht werden. Jahrelang war das Bild, das Calvinisten nach außen abgaben, dass sie sich ihrer eigenen Erwählung glücklich schätzen aber wenig tun, um das Christentum nach außen zu tragen. Doch die New Calvinist sind eher eine Art 'de-frozen chosen', aufgetaute Erwählte. Sie sind nicht nur unterwegs, um Jugendliche für Theologie und geistliche Reife zu begeistern, sie wollen auch Gemeinden gründen, Ungläubige erreichen und Jesu' Namen wieder groß machen. Man sieht das auch an dem Meisterwerk über Mission von John Piper „Let the Nations be glad!“ (in Deutsch: Weltbewegend, erhältlich im 3L Verlag). Calvinismus ist nicht länger ein Grund, sich in seinen eigenen Kirchenmauern zu verkriechen. Es ist ein Grund, den Menschen die Freude, die nur Gott geben kann, zu bringen!

  1. Location: Mars Hill Church
Von dieser Konferenz kommen wir zum letzten Schauplatz: Seattle in Washington (State), der entkirchlichsten Stadt Amerikas, in der die Vorzeigegemeinde der New Calvinist Bewegung sitzt. Mars Hill Church, dessen Pastor Mark Driscoll der 'Star' der New Calvinists ist (so ein Artikel der Süddeutschen Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/kultur/fundamentalismus-nur-gott-rettet-uns-1.109694?page=1 → übrigens ein sehr interessanter und gut recherchierter Artikel, wie ich finde!). In diesem Artikel geht es um kulturrelevanz, um Emerging Church und um Dogma. Wie lassen sich Mark Driscolls Emerging Church Wurzeln mit seiner heute dogmatisch-konservativen Position vereinbaren? Es ist ein interessantes Kapitel, das eine gute Einsicht liefert in diesen Strom der Emerging Church und es zeigt auf den Dienst von Mark Driscoll auf ansprechende Weise.
Mark Driscoll, der viele reformierte Positionen hält – vom Calvinismus zur Bundestheolgie – ist allerdings wie Mahaney ein 'Charismatiker'. Doch nicht nach dem alten Lable. Mahaney sagt in dem Buch: „When I say charismatic and you say charismatic, and you mean Trinity Broadcasting Network [ein extrem charismatischer Fernsehsender, der regelmäßig Benny Hinn und ähnliche Veranstaltungen ausstrahlt], let me be clear with you – that's categorically not what I'm about.“ (S.102).
Mark Driscoll sagt über seine charismatische Sicht zu den Geistesgaben: „'Up to this point I had been basically a theological cessationist and a fan of fundamentalist strwaman attacks on charismatic christians,' Driscoll writes, 'It wasn't until some years later, however, that I came to see the cessationists' interpretation of 1 Corinthians 12-14 as the second worst exegesis I had ever read, next to that of a Canadian nudist arsonist cult I once did some research on'“ (S.145).
Dieses Zitat zeigt in gleicher Weise Mark Driscolls Intellekt wie auch seinen Predigtstil. Mark Driscoll sagt von sich: „We're seeker-hostile. We're seeker-insensitive.“ (S.144).
Es gäbe sicher noch einiges zu sagen zu Driscoll, aber ich will hier zum Schluss kommen.

Fazit
Dieses Buch hat mich begeistert. Es ist super interessant geschrieben und beschreibt eine Bewegung, die mein Herz höher schlagen lässt. Es geht um Theologie und um Gefühle, es geht um Gottes Herrlichkeit und unseren Dienst in der Welt. Es geht am Ende um Gott selber. Dass Jugendliche und junge Erwachsene sich wieder dafür interessieren, was die Bibel sagt über Erwählung, Gottes Souveränität, über unsere Aufgabe als Christen in der Welt, das lässt mich hoffen für die Zukunft der Evangelikalen. Piper sagt an einer Stelle im Buch, dass er sicher ist, dass es sich um eine Bewegung von Gott handelt, weil sie an so vielen Stellen unabhängig voneinander aufbricht. Es begeistert mich auch, weil viele Grabenkämpfe der Evangelikalen, die mich schon seit langem stören, in den New Calvinists nicht vorhanden zu sein scheinen. Ja, man diskutiert miteinander, aber tut das in Liebe und im gegenseitigen Respekt vor der für Jesus, für die Bibel und für das Evangelium auf der anderen Seite.
Ein Satz im Buch hat mich besonders getroffen und er trifft ebenso sehr auf die New Calvinists zu wie auf alle anderen Christen! „Humility […] achnowledges that we all need sovereign grace in our lives, and this glorifies our God!“ (S. 132)

Gods Bless,

Restless Evangelical

Hansen, Collin: Young, Restless, Reformed - A Journalist's Journey with the New Calvinists
Wheaton; Crossway, 2008
ISBN10: 1581349408
ISBN13: 9781581349405

Das Buch lässt sich übrigens hervorragend in der FTH Buchhandlung bestellen:
http://www.ftabooks.de/

Donnerstag, 7. April 2011

Ihr könnt euch niemals sicher sein - ARD Film

Vor ein paar Tagen habe ich mir in der ARD mediathek einen interessanten Film angesehen. Es geht um einen Jungen, der Raptexte schreibt. Einen ziemlich eindeutig brutalen Schreibt er in Wut über seine Lehrerin und wird, als er gefunden wird, in die Psychiatrie eingewiesen, weil die Vermutung nahe liegt, dass er einen Amoklauf plant.
Den Film findet man hier:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=6855984
Nehmt euch die Zeit, und guckt euch den Film an.
Meine Gedanken zu dem Film - nur einige kleine Anmerkungen:

1. Wenn dieser Film eine Jugendkultur darstellt - und ich denke, dass sie das tut - wie reagieren wir als Christen, die versuchen, Gott in der Welt zu feiern, darauf? Wie zeigen wir Menschen, die soviel Wut in sich haben, dass in der Liebe Gottes, die er am Kreuz offenbart hat, die Erfüllung aller Sehnsüchte liegt, die uns quälen?
2. Als Christen sollten wir die Menschen kennen, die in unserem Wirkungskreis liegen. Nicht kennen als Missionsobjekte, sondern als Menschen. Wie schaffen wir das in einer solch schwierigen Situation, in dem ein 17-jähriger Junge etwas tut, dass einem christlichen Moralverständnis entgegenläuft? Wie können wir trotzdem Hoffnung spenden? Jesus spenden?
3. In einer Schlüsselszene in dem Film sagt Oliver zu seiner Mutter "Ihr wisst nicht, was in mir vorgeht - ihr könnt euch niemals sicher sein!" Ich musste darüber nachdenken: Können wir uns sicher sein, was unsere eigenen Motive angeht? Wie wollen nicht Amoklaufen, aber wollen wir wirklich das, was Jesus will? Oder versuchen wir, uns selber darzustellen? Oliver sagt an einer anderen Stelle über seine Texte: "Wenn du nicht extrem bist, hast du heute keinen Erfolg." Wie sieht das mit unserer Einstellung zum Christentum aus? Sind wir bereit, in der 'Versenkung' zu verschwinden, wenn es dem Königreich Gottes dient? Sind wir bereit, zurückzutreten, für Jesus? Oder wollen wir eigentlich uns verwirklichen und Erfolg haben, durch Lehre, durch Gemeindegründung, durch Musik, durch Bücher?

Gods bless,

Restless Evangelical

Montag, 4. April 2011

JesusHouse 2011 – eine abschließende Auswertung

 Abend vier habe ich nur in der Wiederholung sehen können, und da auch nur die Predigt von Matthias Clausen. An dem Abend war aber Nick Vujicic da (ich hab schon davon erzählt, hier nochmal eines seiner beeindruckenden Videos: http://www.youtube.com/watch?v=a8Cwx2UbTJA).
Abend drei habe ich ganz gesehen, und hier nun meine Einschätzung zum ganzen Event:

  1. Es war ein Event
Man sollte JesusHouse sehen, als was es ist. Es ist kein theologisches Intensivseminar, keine Bibelkonferenz. JesusHouse war ein Event, dazu ausgerichtet, Jugendliche für ein Thema zu sensibilisieren, dass heute in unserer säkularen Gesellschaft gar nicht mehr angesprochen wird, weil es 'Privatsache' ist. Ich denke, dass genau das sehr gut gelungen ist. Es ist und bleibt aber eine einmalige Sache, und Billy Graham selber hat mal gesagt, dass er froh sei, wenn 5% der Menschen wirklich bekehrt wären, die bei ihm nach vorne gepilgert sind. Wichtig ist die Nachsorge in Gemeinden, in denen jetzt die Jugendlichen mit der Fülle von Zeugnissen bekannt gemacht werden, vom Alten Testament ins Neue, wer dieser Jesus ist, das diese Transzendente Macht kein Es, sondern ein jemand ist (wie Matthias auch wortwörtlich einmal sagte) und dann vor allem WER dieser jemand ist. Jesus ist erstmal nichts weiter als ein Name, der von vielen benutzt wird um etwas zu beschreiben. Manche wissen schon viel vom biblischen Jesus, aber nicht genug. Manche benutzen Jesus, um eine kosmische Macht zu beschreiben. Wir – als Evangelikale – benutzen Jesus, um den Mann zu beschreiben, der unser Leben für immer auf den Kopf gestellt hat. Der uns gerettet hat, als er am Kreuz unsere Sünde und den Zorn, der für uns gegolten hat, getragen hat. Das ist unser Jesus. Jetzt gilt es, aus einer Entscheidung auf einem Event eine lebenslange Beziehung zu stricken!
  1. Erwartet nicht zuviel! - wenn ihr selber nicht Teil seid
Ich höre sehr oft, wie Menschen über JesusHouse und ProChrist reden und dabei viele unfreundliche Adjektive in den Mund nehmen. Dabei wundere ich mich immer: Oft kommen diese vernichtenden Urteile von Menschen, die bei JesusHouse gar nicht teilnehmen, deren Gemeinde es von vornherein ablehnen, als solche 'ökumenischen' und 'verflachten' Veranstaltungen teilzunehmen. Man muss nicht mit allem bei JesusHouse übereinstimmen. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt mehr oder weniger christlicher Kirchen, die gemeinsam Jesus verkünden wollen. Dabei mag manches schief gehen, aber wenn sein Wort verkündet wird, verspricht uns doch der souveräne Herrscher dieser Welt, dass es nicht leer zu ihm zurückkehrt? Wie froh bin ich, dass Jesus sich nicht von unserem Grabenkämpfen beeinflussen lässt und mal einen Esel benutzt, um zu sprechen und mal Matthias Clausen. Mal benutzt er den Satz eines kleinen Jungen, der uns zum Nachdenken bringt. Und mal benutzt er die Botschaft eines Pastors aus Seattle, die eine Millionen Mal gedownloaded wird. Wie aber sollen die Dinge, bei denen wir unbiblische Tendenzen sehen, geändert werden, wenn wir in guter separatistischer Manier draußen stehen und nicht heilend und helfend einwirken? Ohne richtend zu sein, ohne hochmütig allen anderen zu verkünden, dass sie die Lehren der Gnade noch gar nicht verstanden haben. Sondern indem wir mit ihm Vorbereitungskreis sitzen, mit den anderen Christen sprechen, unsere Erkenntnisse teilen, anderen den Blick auf manche Dinge schärfen und unseren eigenen Blick schärfen lassen?
Ich denke, dass es von zentraler Bedeutung wäre, wenn auch konservative Evangelikale teilnehmen an dem, was JesusHouse ist: eine Konversation und ein Event, das am Ende Jesus als Ziel hat (in guter 'Emerging Church'-Manier ausgedrückt). Genau das trifft es doch. Wie gerne würde ich auch einige konservative Stimmen vernehmen.
  1. Erweckung war immer eine Gebetsbewegung
Niemals hat eine Erweckung ohne Gebet stattgefunden. Wenn wir wirklich glauben, dass Jesus der Anfänger und Vollender unseres Glaubens ist, dann sollten wir ganz schnell anfangen, dafür zu beten, dass der Heilige Geist seinen vornehmlichen Dienst tut – von Sünde und Gericht überführen – und Jesus seine Herrlichkeit und Schönheit offenbart, dass viele Menschen sich in ihn verlieben. Es wird nicht funktionieren, wenn wir darauf vertrauen, dass Matthias schon gut predigen wird (immerhin lernt er das bei Michael Herbst). Es wird nicht funkionieren, wenn wir sagen, dass die emotionale Atmosphäre die Jugendlichen zu Jesus führt. Es wird nicht funkionieren, wenn wir glauben, dass das Zeugnis von Nick Vujicic an sich so beeindruckend ist, dass sich alle bekehren (und manchmal bin ich gewillt, das zu glauben...). Und vor allem wird es auch nicht funkionieren, wenn wir sagen, dass die Nacharbeit den Rest macht, den Jugendlichen jetzt den intellektuellen Teil der Beziehung mit Jesus klar macht, den emotionalen Teil haben sie ja schon mitbekommen. Viele Jugendliche, die in den letzten Tagen vielleicht sehr spontan, vielleicht nach langem grübeln, einen ersten Schritt auf Jesus zugemacht haben, sollten jetzt mit Gebet begleitet werden. Nicht nur einen Schritt, sondern eine Meile, und gerne danach noch eine weitere. Selbst, wer niemanden kennt, der kann für diese jungen Leute beten, dass sie nah bei Jesus bleiben und ihn immer besser verstehen. Jesus kennt sie alle, mit Namen, hat ihre Herzen gewoben, wie einen Teppich. Ihre Augen mit einer ganz eigenen Farbe angemalt. Er wird wissen, was zutun ist. Aber er lässt sich gerne bitten!
  1. Wir warten vor dem Kreuz
Leider kam mir das Kreuz zu selten vor. Eine einzige Botschaft von vier war auf das Kreuz ausgerichtet; etwas schmächtig für das Zentrum des Christlichen Glaubens, oder? Für nächstes Mal würde ich mir viel mehr Kreuz, viel mehr 'der Mensch als Sünder', vielmehr 'Jesus liebt und obwohl, und nicht weil wir so sind wie wir sind'. Für nächstes Mal viel mehr 'Ihr müsst die kosten abschätzen, die ein Leben mit Jesus mit sich bringt', mehr 'Jesus ist das einzige Floß, an das man sich klammern kann', mehr 'am Kreuz ist die Liebe Gottes sichtbar, und seine Gerechtigkeit!'. Mehr Bibel, mehr Evangelium. Etwas mehr wäre gut, liebes JesusHouse-Organisationsteam. Schiebt es nicht auf die Nacharbeit, stellt euch klar zum biblischen Evangelium!
Danke für die tolle Woche!

Gods bless,

Restless Evangelical