Samstag, 28. Mai 2011

Jesus kommt wieder --- Früher oder Später... Nr. 1

Es wurde schin einiges in der Blogosphere über harold Camping geschrieben und seine Ankündigung, Jesus würde am 21. Mai wiederkommen (bzw. das er geistlich wiedergekommen wäre).
Ich will mich nicht einreihen in die Gruppe von Bloggern, die diesen verwirrten alten Mann verurteilen, aber durch seine Medienwirksame Kampagne (die ich nicht gut heißen will!) ist trotzdem ein paar gute Blogposts entstanden, die sich mit dem Weltende und unserem Umgang damit beschäftigen.
Zwei Stück will ich gerne vorstellen.

Es erstes Ed Stetzer...

Dieser Artikel ist wirklich wert, gelesen zu werden und zu verinnerlichen. Nicht, weil Ed klare Worte über die 'Prophetie' von Camping findet, sondern weil man in dem Blogpost das 'Missional Manifesto' in Aktion sieht.
Ich finde, dass es ein hervorragendes Zeugnis ist, dass Ed während dieses Blogpost in China tut was er eben in China tut (und auch hier die Bitte, keine Kommentare schreiben, die diesen Ausdruck spezifizieren).
Was wäre, wenn Jesus wiedergekommen wäre am 21. Mai? Hätten wir irgendetwas anders gemacht? Irgendetwas anders machen wollen? Wie hätte unser Leben ausgesehen, wenn die Bibel wirklich beweisen würde, dass ein bestimmtes Datum der Zeitpunkt von Jesu' Wiederkunft ist?
Ich denke, dass ist eines der großen Geheimnisse der Parusie Jesu. Wir wissen weder Tag noch Stunde. Und gerade deswegen sollen wir jeden Tag zu leben, als könnte Jesus genau dann wiederkommen. Wir sollen nicht nur beschäftigt aussehen, wir sollen beschäftigt sein. Alle Hände voll zutun für das Königreich Jesu, das 'Schon jetzt' ist und in freudiger Erwartung auf die Vollendung des Königreichs, das 'Noch nicht' ist.

Mehrere Male bin ich in letzter Zeit über das Zitat gestolpert, das Martin Luther zugeschrieben wird: "Wenn morgen die Welt unterginge, dann würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen."
Ich habe mich lange Zeit über diesen Spruch geärgert. Nicht, weil ich den Sinn dahinter nicht verstehen würde oder ihn sogar ablehnen würde. Es erschien mir nur irgendwie unsinnig. Wenn wir morgen zum neuen Jerusalem gebeamt würden, dann brauche ich doch heute kein Apfelbaum mehr zu pflanzen? Sollte ich meine Zeit dann nicht nutzen, um sovielen Menschen wie möglich von Jesus zu erzählen, als einen Baum zu pflanzen in einer Schöpfung, die morgen vergeht?
Ich glaube durch diesen Blogpost von Ed bin ich dem Mysterium dieses Satzes ein Stückchen näher gekommen. Unsere Aufgabe ist es tatsächlich so zu leben, als würde Jesus morgen (oder heute) wiederkommen. Wenn dann also nur 'Evangelistik' zählen würde, dann sollten wir unsere Zeit nicht mit dem schreiben von Blogs verschwenden oder mit Eine 'GeoEpoche' zum Thema Mafia, die auf meinem Nachttisch liegt. Dann sollten wir nicht Apfelbäumchen pflanzen, ein Hausbauen und für die Zukunft vorsorgen - oder?
Ich denke schon, weil ich denke, dass in der Missio Dei mehr liegt, als 'nur' die Evangelistik, als 'nur' die Missionlogie. Gottes Mission in dieser Welt ist ganzheitlich und wir dürfen Teil davon sein.
Das bedeutet jetzt im Umkehrschluss nicht, dass ich ein Apfelbäumchen pflanzen der gleichen Priorität zuordnen würde wie anderen Menschen das Evangelium zu erzählen. Das wäre fatal. Die Mission Gottes, die eine Kirche in dieser Welt hat, ist vor allem die Versöhnung verlorener Sünder mit einem heiligen, unendliche liebevollen und gottzentrierten Gott.

Soviel für heute,

Gods Bless,

Restless Evangelical

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