Dienstag, 13. September 2011

World of Pulpit Nr. 6 - ein Online Predigt Gathering

Andy Stanley – Amazing Storys 4: No Explanation Required


Ein neuer WOP steht mal wieder an, und ich freu mich euch heute eine Predigt von Andy Stanley zu präsentieren. Er ist Pastor der North Point Community Church in Atlanta, die mit einer größe von 24.000 Gottesdienstbesuchern laut Wikipedia mittlerweile sogar die zweitgrößte Gemeinde der USA ist. Manche werden jetzt argwöhnen: „Bestimmt besucherfreundlich – oder wie ich es nenne: wischi-waschi freundlich.“
Aber dem will ich widersprechen. Bei North Point handelt es sich zwar nicht um eine reformierte Gemeinde – auch nicht neu-calvinistisch – aber sicher auch nicht um eine klassische Besucherfreundliche Gemeinde.
Doch hier geht es um die Predigt, die mich wirklich bewegt hat. Ihr könnt sie hier hören.
Andy Stanley ist anders, als die anderen Prediger, die ich gerne höre. Während Mark Driscoll aggresiv und sarkastisch ist, John Piper voller Leidenschaft, Tim Keller ein genialer Denker und C.J. Mahaney ein Pastor-Athlet (wie er sich selber bezeichnet), wprde ich Andy Stanley als den Stil 'väterlicher Freund' bezeichnen. Er redet langsam, warm, freundlich und gewinnend. Er erzählt nichts Neues, keine frischen Gedanken, aber er erzählt das Alte auf eine freundliche Weise, dass man ihm gerne zuhört und das Gefühl bekommt, von einem weiseren Mann einen guten Ratschlag zu bekommen.
In dieser Predigt wird das auch deutlich.
  1. What if God is like... God?
Die Frage, die Andy Stanley unter die ganze Predigt stellt ist: Was ist, wenn Gott eher ist wie... Gott? Und damit trifft er bei mir – und wahrscheinlich bei vielen anderen – einen wichtigen Nerv. Als Menschen verhalten wir uns oft so, als ob Gott eine Wahr zwischen vielen ist, weil wir keine Verbindung zu dem Selbstanspruch Gottes haben. Die Monarchie als absolute Herrschermacht ist seit vielen Jahren abgeschafft – und das ist auch gut so – aber deswegen verstehen wir Gottes Anspruch, unser Erlöser-König zu sein, gar nicht mehr richtig. Wir sind zu demokratisch geprägt, in Fragen des Glaubens. Wir verhalten uns oft so, also würde Gott auf einer Wahlkampfveranstaltung sprechen und wir sind die kritischen Wechselwähler, die sich nicht nicht sicher sind, ob wir auf seine Karten setzen sollen. Also muss er uns ja eine Erklärung geben; einen Grund, ihm zu folgen; eine Erklärung, warum er etwas fordert. Das ist er uns doch schuldig – oder? Und hier trifft Andy Stanleys frage. Was ist, wenn Gott uns keine Erklärung schuldig ist? Was ist wenn er mehr ein König ist, und nicht ein gewählter Volksvertreter? Und was ist, wenn es in den Fragen des Lebens nicht so sehr darum geht „Was?“ zu fragen, als vielmehr „Wer fragt uns?“ herauszufinden? Gott ist mehr als nur ein Volksvertreter, einer, der um unsere Zuneigung buhlen muss, weil wir alles herausfinden können. Gott ist vielmehr vergleichbar mir... Gott!
Andy benutzt das Bild von einer Illusionistenshow (etwas, das ich persönlich unheimlich spannend finde). Wir fühlen uns wie die Größten, wenn wir einen Zaubertrick entlarvt haben und verstehen, WIE es funktioniert. Als ob wir erwartet hätten, dass es sich bei der Show um echte Magie handelt und dass wir den Schwindel haben auffliegen lassen. Aber dabei vergessen wir dann, dass unsere investigative Gabe gar nichts daran ändert, dass diese Männer genial sind. Sie haben sich das ganze ausgedacht, geübt und geübt und es dann auch fehlerfrei vor den Menschen aufgeführt.
Und das sollten wir auch nicht vergessen, wenn es um Gott gebt. Wir mögen herausgefunden haben, wie Gott das Nordlicht an den Himmel zaubert und wie er die Pflanzen in jedem Frühling blühen lässt – doch das ändert nichts an seinem Status, Gott zu sein. Denn das können wir nicht nachmachen. So genial wir Menschen sind, wir können keine lebensspendende Wärme erschaffen, wir können nicht das Nordlicht an den Himmel malen oder die Sterne aufblitzen und verglühen lassen. Wir können ein wie entdecken, doch die wichtigere Frage ist eigentlich: Wer?
  1. God is the Reason to obey God!
Und das ist auch die wichtigste Regel in der Geschichte von Naeman, dem aussätzigen Syrer. Denn die Frage, die er sich stellen musste, war nicht: Wie sollte ich geheilt werden, wenn ich mich in dem schmutzigen, stinkenden Jordan 'wasche'? Er sollte sich lieber Gedanken darüber machen, wer ihn darum geben hat. Denn das war Gott. Und manchmal muss Gott ausreichen als Grund, seinen Anweisungen zu folgen. Denn als Christen können wir uns sicher sein, dass uns alle Dinge zum Besten dienen! Und auch wenn wir manche Weisungen von Gott nicht verstehen – nicht durchsteigen, warum wir dorthin gehen sollen und nicht woanders. Wenn wir keinen Sinn darin sehen, dass wir eine Beziehung aufrechterhalten sollen, obwohl sie uns eigentlich nicht schmeckt. Und wenn wir nicht versehen, warum wir eigentlich Jesus mehr lieben sollen als Mutter, Bruder, Schwester und alle anderen angehörigen. Dann muss manchmal Gott als Grund ausreichen. Und er reicht aus. Denn denkt an Naeman. Er ist losgezogen zum Jordan. Ich wette, dass er nach spätestens dreimal Untertauchen nach Hause gehen wollte. Das bringt doch alles nichts! Doch er war aufgefordert worden, siebenmal unterzutauchen. Und am Ende war seine Haut reiner als jemals zuvor! Das ist der Gott der Bibel. Manchmal bittet er uns um Dinge, die in unseren Augen niederschmetternd, demütigend sind. Und er gibt uns keine Erklärung – nur diese Forderung, diese Bitte. Und dann können wir folgen oder es lassen. Aber wir können uns trotzdem sicher sein, dass Gottes es zu einem guten Ende führen wird!

Gods Bless,

Restless Evangelical

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