Mittwoch, 6. August 2014

Häppchen-Weise #14


Karen Thompson Walker beschreibt in ihrem wunderbaren Roman „The Age of Miracles“, was mit einer Familie passiert, als weltweit etwas eintritt, mit dem niemand gerechnet hat – die Rotation der Erde verlangsamt sind, zuerst unmerklich, aber doch präsent in den Köpfen der Menschen.
Ihre Protagonistin schreibt im Rückblick:

„Später dachte ich über diese ersten Tage, dass es die Zeit war, in der wir als Gesamte Spezies lernten, wie wir uns um die falschen Dinge Sorgen gemacht hatten: Das Ozonloch, das Schmelzen der Eiskappen, das West-Nil-Virus oder Schweinegrippe und Killerbienen. Aber ich schätze, dass es niemals die Dinge sind, über die du dir Sorgen machst, die auch wirklich geschehen. Die wirklichen Katastrophen sind immer anders – unerwartet, unvorbereitet, unbekannt.“ (Thompson Walker, Karen, The Age of Miracles, New York: Random House 2012, S.31; kursiv im Original, deutsch durch Mich)

Vielleicht ein etwas düstereres Stück Weisheit, als die letzten Wochen. Trotzdem hat es etwas Wahres, was Karen hier schreibt.
Und es kann uns etwas beibringen über den Langzeitwert unserer Sorgen,
genauso wie über unseren Wunsch, ein problemloses Leben zu führen.

God Bless,
Restless Evangelical



P.S. Das Original: „Later I would come to think of those first days as the time when we learned as a species that we had worried over the wrong things: the hole in the ozon layer, the melting of the ice caps, West Nile and swine flu und killer bees. But I guess it never is what you worry over that comes to pass in the end. The real catastrophes are always different – unimagined, unprepared for, unknown.“

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen