Montag, 25. August 2014

Häppchen-Weise #20


C.S. Lewis schreibt:

„Die Bücher oder die Musik, in denen wir die Schönheit vermuten, werden uns verraten, wenn wir unser Vertrauen in sie setzen; sie ist nicht in ihnen, sie kam nur durch sie, und was durch sie kam, was Sehnsucht. Diese Dinge – die Schönheit und die Erinnerung an unsere eigene Vergangenheit – sind gute Bilder für das, was wir wirklich wünschen; aber wenn wir sie für die Sache selbst halten, werden sie zu stummen Götzen, die die Herzen ihrer Verehrer brechen. Denn sie sind nicht die Sache selbst; sie sind nur der Duft einer Blume, die wir noch nicht gefunden, das Echo einer Melodie, die wir noch nicht gehört, Berichte von einem fernen Land, das wir noch nie besucht haben.
Glauben sie, ich versuche, einen Bann zu weben? Vielleicht tue ich es; aber erinnern sie sich einmal an die Märchengeschichten, die sie gehört haben. Ein Bann kann genauso gut dazu gebraucht werden, einen Fluch zu brechen wie ihn auszusprechen. Und Sie und ich brauchen den stärksten Bann, um uns aus der bösen Verzauberung der Weltlichkeit zu wecken, die seit fast hundert Jahren auf uns liegt. Fast unsere gesamte Erziehung war darauf ausgerichtet, diese scheue innere Stimme zum Schweigen zu bringen, fast alle unsere modernen Philosophien wurden dazu ersonnen, uns zu überzeugen, daß das Wohl des Menschen auf dieser Erde zu finden sei.“ (C.S. Lewis, Das Gewicht der Herrlichkeit, Gießen: Brunnen 1982, S.97)

Schönheit finden wir nicht in Kunstwerken, Büchern, Lieder, Menschen,
sondern durch sie,
mit dem Verweis an die höchste Schönheit.

Beeindruckend.

God Bless,

Restless Evangelical

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