Dienstag, 26. August 2014

Häppchen-Weise #21

Mein Professor und Vorbild Armin Baum hat einen beachtenswerten Artikel in der aktuellen Ausgabe vom Journal of the Evangelical Theological Society veröffentlich, bei dem er sich mit der Frage beschäftigt, ob Irrtumslosigkeit ein neutestamentliches Konzept ist.
Seine Antwort – mit einigen Begriffsdefinitionen, und einer wohltuenden Herzensoffenheit – ist Ja.
An einer Stelle fasst er zusammen, welchen Unterschied das macht.

Wenn die Schriften des Neuen Testament behaupten, dass Jesus leiblich und historisch von den Toten auferstanden ist, dann wiegt diese Aussage mehr als die alternativen Überzeugungen, dass Jesus nur geistlich auferstanden ist – ohne seinen Körper – oder dass seine Auferstehung überhaupt kein historisches Ereignis war. Die Kritik von David Hume, David Friedrich Strauß und vielen Anderen, dass ein solches Wunder aus philosophischen Gründen unmöglich ist, muss beachtet werden – aber diejenigen, die an die Irrtumslosigkeit des Neuen Testaments glauben, werden dieser Überzeugung mit einer gewissen Skepsis begegnen, und erwarten, dass sie sich als überzogen und unhaltbar erweisen wird, wenn man die Argumente und Gegenargumente genau geprüft hat.“ (Baum, Armin, Is New Testament Inerrancy a New Testament Concept?, in: JETS 57.2 (2014), S. 273; Hervorhebung und deutsch durch mich)

Damit ist Irrtumslosigkeit zuerst einmal eine Herzenshaltung, ein tiefes Vertrauen darin, dass die Bibel in dem, was sie bekennt, vollkommen fehlerlos ist, und sich das auch zeigen wird.
Wenn die Wahrheit ans Licht kommt.

God Bless,
Restless Evangelical


P.S. Das Originalzitat: „If the NT Scriptures maintain a historical and bodily resurrection of Jesus from the dead, this assertion outweighs the alternative convictions that Jesus was raised only spiritually without his body or that his resurrection was not a historical event at all. The objection by David Hume, David Friedrich Strauß, and many others that such a miracle is impossible for philosophical reasons must be dealt with – but those who believe in the inerrancy of the NT regard this position with a certain amout of skepticism and will expect that after careful consideration of the counterarguments they will turn out to be overdrawn and unsustainable.“

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