Mittwoch, 3. September 2014

Häppchen-Weise #24


Robert P. George reagiert auf das Coming-Out von Vicky Beeching.
Wie ich in meinem kurzen Absatz in 'Vier Plus 1 am Sonntag' dazu geschrieben habe, rechne ich es Vicky sehr hoch an, bewundere gar, dass sie bei allen schlechten Erfahrungen nicht 'die Kirche' verurteilt, sondern an ihr festhält.
Robert George ist weniger opportunistisch,
aber ich denke, dass er hier einen wichtigen Punkt macht.

Es gibt nur wenige Gläubige, bei denen es wahrscheinlich ist, dass sie durch die Argumente oder persönlichen Anekdoten von Richard Dawkins zB weggeführt werden. Tatsächlich bringt Dawkins Argumente vor; er wendet sich nicht einfach an die Gefühle. Und die Fehler in seinen Argumenten sind nicht schwierig zu entziffern. Viele Gläubige aber werden in Platos 'dritte Form von Atheismus' geführt werden, wohin auch Victoria Beeching geführt wurde – der glaube an einen erfundenen Gott, der im Ebenbild des Menschen geschaffen wurde, wie auch der Mensch aufwächst in der quasi-religiösen Atmosphäre des starken Individualismus' und der 'Ich-Generation' des Liberalismusses. Es ist ein sehr angenehmer „Gott“, der immer bereit ist zu sagen: „Tu, wonach auch immer du dich fühlst, Schätzchen; ich liebe dich ganz genau so wie du bist.“

Seit einiger Zeit habe ich auch auf diesem Blog schon darauf aufmerksam gemacht, dass der Satz „Gott liebt uns wie wir sind“ eigentlich nicht korrekt ist, und unter umständen einen großen Druck auf unsere Seele lädt.
Es sollte eher heißen: Gott liebt uns, obwohl wir so sind, wie wir sind.
Das kleine Wort obwohl.

God Bless,

Restless Evangelical


P.S. Das Originalzitat: „Few believers are likely to be led astray by the arguments or personal example of Richard Dawkins, for example. Dawkins, after all, presents arguments; he doesn’t simply appeal to emotion. And the defects of those arguments aren’t difficult to see. Many believers, however, are being led, as Victoria Beeching has been led, into Plato’s third form of atheism—belief in an imaginary God made in the image and likeness of man, as man is conceived in the pseudo-religion of expressive individualism and me-generation liberalism. It is a most convenient “God” who is always willing to say, “do whatever you feel like doing, darling; I love you just the way you are.”

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