Mittwoch, 17. September 2014

Häppchen-Weise #28

Bart Ehrman reflektiert darüber, wie es war, seinen Glauben aufzugeben, und analysiert ein faszinierendes Problem:

"[E]s ist etwas, das ich niemals als ein Problem betrachtet hatte, als ich noch an Gott geglaubt habe. Das Problem liegt darin: Ich habe so ein großartiges Leben, dass ich deswegen eine überwältigende Dankbarkeit fühle; ich fühle mich über alle grenzen beschenkt. Aber ich habe niemanden, gegenüber dem ich meinen Dank ausdrücken kann. Das ist ein Mangel tief in mir, ein Mangel, dass ich mir jemanden wünsche, dem ich danken kann; und ich sehe keine Möglichkeit, diesen Mangel zu stillen." (Ehrman, Bart, God's Problem. How the Bible fails to anwer our most important question: Why we suffer, New York: HarperCollins 2008. S.128)

Es hat mich irgendwie beeindruckt, dass Ehrman zu diesem Ergebnis kommt, es sogar als Problem betrachtet. Es klingt wie eine öffentliche Bekanntmachung, dass er selbst sein 'God-shaped hole' gefunden hat, aber seine Ausbildung und seine Weltanschauung ihm eine Mauer bauen, über die er nicht hinweg kann.
Vor allem musste ich daran denken, dass C.S. Lewis sagt, Freude wird erst dann vollkommen, wenn man sie jemandem anderen gegenüber ausdrücken kann, sie teilen kann.

God Bless,
Restless Evangelical

P.S. Das Originalzitat:

"[I]t's something that I never would have expected to be a problem when I was still a believer. The problem is this: I have such a fantastic live that I feel an overwhelming sense of gratitude for it; I am fortunate beyond words. But I don't have anyone to express my gratitude to. This is a void deep inside me, a void of wanting someone to thank, and I don't see any plausible way of filling it."

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