Montag, 13. Oktober 2014

Häppchen-Weise #35


Peter Enns denkt, dass die Bibel vor allem ein Zeugnis von geistlichen Reisenden ist, die auf der Suche waren nach Gott, von ihm gefunden wurden, und davon berichteten.
Sein Buch The Bibel Tells Me So ist an vielen Stellen frustrierend, an vielen Stellen inspirierend, und an vielen Stellen einfach schön, wenn es auch an anderen Stellen irgendwie knirscht.
Als ich über diese Stelle gestoßen bin, musste ich sofort an den Untertitel meines Blogs denken:

"Alle von uns, die auf der Reise des Glaubens sind, erleben Gott von unserem eigenen Blickpunkt aus. Damit meine ich nicht, das Gott uns die ganze Zeit Angebote macht, oder dass wir diese Begegnungen irgendwie in der Hand haben. Ich meine nur, dass wir Menschen sind und nicht Gott (sagt Bescheid, wenn das hier zu schnell geht). Es mag offensichtlich wirken, aber es ist doch wichtig zu sagen: wir begegnen Gott als Menschen, die von dem Augenblick geprägt sind, den wir in der Menschheitsgeschichte erleben; wir sind das Ergebnis davon, wer, wo und wann wir sind. Wir fragen unsere Fragen an Gott, und begegnen Gott in unserer Zeit, an den Orten, in der Sprache und mit den Gedanken, die uns geläufig sind; genauso wie die uralten Reisenden des Glaubens, die uns die Bibel gegeben haben." (Enns, Peter, The Bible Tells Me So. Why Defending the Bible has Made Us Unable to Read It, San Francisco: HarperOne 2014, Pos.405)

Soviel ich an Peter Enns Bibelansatz ungünstig finde, diese Stelle fand ich sehr bewegend. Es ist das Privileg der Christen, an einen Gott glauben zu können, der uns dort begegnet, wo wir sind – der nicht irgendwo vollkommen entrückt ist, sondern in Jesus Teil der Geschichte dieser Welt wurde (die er schreibt), und uns deswegen hier begegnen kann.
Was für ein Gott!

God Bless,
Restless Evangelical

P.S. Das Originalzitat:

"All of us on a journey of faith encounter God from our point of view. I don't mean God does all the bidding or we control the engagement. I just mean that we are humans and not God (stop me if I'm going to fast here). As obvious as the seems, it's worth saying: we meet God as people defined by our moment in the human drama, products of who, where, and when we are. We ask our questions of God and encounter God in our time and place in language and ideas familiar to us just like the ancient pilgrims of faith who gave us the bible." 

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