Sonntag, 12. Oktober 2014

Vier Plus 1 am Sonntag – 12.10.2014


A. Gnade ist ein Konzept, das mehr als ein Leben braucht, um es zu verstehen. Joel Willits drüben auf dem Blog Euanglion reflektiert anlässlich einer Passage aus Karl Barths Römerkommentar darüber, dass es auch mehr als einen Menschen braucht, um eine tiefe Dimension davon zu begreifen. Der Artikel ist kurz, und eine Erfrischung für zwischendurch.

B. Bart Campolos Vortrag bei der Secular Students Association zeigt, dass man sich aus dem evangelikalen Spektrum lösen kann, ohne zu verbittern. Vor allem aber zeigt er, wie dynamisch und vor allem organisch eine Gemeinschaft sein kann.
An einer Stelle sagt Bart: "Glaubt ihr, dass die ganzen Studenten zu Campus für Christus laufen, weil sie an die Auferstehung und die verrückten Geschichten glauben? Sie gehen hin wegen der Gemeinschaft, und trotz des Glaubens." He may be on to something here. Das bedeutet nicht, dass es keinen guten Grund gibt, zu glauben. Mehr stellt es uns als Leiter die Frage, in wie weit wir 'nur' Gemeinschaft vermitteln (so wertvoll das ist), sondern auch Inhalt.

C. Momentan lese ich Peter Enns' Buch The Bible Tells Me So. Von seinem Shiboleth "Inspiration and Incarnation" war ich seiner Zeit ziemlich enttäuscht, TBTMS ist allerdings soweit eine unterhaltsame und spannende Lektüre. Andrew Wilson rezensiert es drüben bei CT, mit viel Wertschätzung und zentralen Anfragen an den Ansatz. Grundsätzlich bin ich dem "das Mysterium an sich zelebrieren"-Ansatz von Enns nicht ganz fern, aber die Frage, die auch Andrew aufwirft, bleibt: Was die Bibel nicht sagt ist relativ einfach definiert, aber sagt sie dann überhaupt noch etwas?

D. Drüben im SheLoves Magazine habe ich einen Artikel gelesen mit dem Artikel "Lipstick and Seminary". Er hat mich bewegt, weil ich auch im Seminary bin, und weil ich denke, dass ich selbst mal einer von 'den Kerlen' war; und weil ich immer mehr verstehen will, wie das Evangelium Barrieren zwischen Menschen aufbricht. Aber vor allem will ich immer mehr lernen – wie Amy Buckley – was es bedeutet, im Gespräch mit den Anderen zu lernen.


Und einen zum Schluss: Chris Webb's Slam Gedicht "Fairytale" ist nicht nur inhaltlich sehr tief, sondern hat mich auch ganz persönlich bewegt. Die Art, wie er nicht nur den Text formt, sondern seine Stimme dynamisch einsetzt , um die Emotionen des Liedes herüberzubringen, ist wirklich erstaunlich.

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