Sonntag, 19. Oktober 2014

Vier Plus 1 Am Sonntag – 19.10.2014


A. Ich mag Jennifer Lawrence und war schockiert, als ihre Fotos gehackt wurden. #HateCelebGate! In diesem Artikel antworten die Freunde drüben bei Fight the new Drug auf eine Aussage von Lawrence in ihrem ersten Interview, seitdem ihre Fotos veröffentlicht wurden.
Mich hat der Artikel bewegt, auch wenn der persönliche Stil nicht wirklich angemessen ist. Vor allem ist mir nahe gegangen, wie die Autoren aufzeigen, dass es einer 'pornographisierten' Kultur zu verdanken ist, dass CelebGate überhaupt solche Wellen schlagen konnte. Das unterschwellige „Sich-Abgefunden-Haben“ mit dem allgegenwärtigen Sex in unserer Gesellschaft, dem degradieren von Frauen auf ihren Körper (oder Männern, wenn ihr so wollt) sind ungesund und zerstören unser natürliches Verhältnis unserem eigenen Körper und zu den anderen Menschen.
Deswegen hat mich der offene Brief bewegt. Über den Ton mag debattiert werden können.

B. Ich empfehle wahrscheinlich viel zu oft, was Andrew Wilson schreibt. Aber als jemand, der auch eher in der Gefahr steht, Wahrheit um der Liebe willen zu verschweigen, hat mich der Artikel sehr berührt. Schweigen kann eben auch eine starke Aussage sein. Nur meine Frage ist weiterhin, wie ich diese Dinge kommuniziere, ohne dass ich abstoße und so, dass die Gnade und heilende Umarmung Jesu dabei rüberkommt.

C. Drüben auf Rachel Held Evans' Blog antwortet Julie Rodgers auf die Fragen, die ihr im Rahmen der Reihe über Matthew Vines' Buch „God and the Gay Christian“ gestellt wurden. Julie ist Christ, lebt mit homosexuellen Leidenschaften, und hat sich auf Grund ihres Glaubens für einen zölibatären Weg entschieden, ihr Leben zu führen. Sie schreibt auch regelmäßig Beiträge für spiritualfriendship.org, was ich euch an anderer Stelle schon empfohlen habe. Ihre Antworten auf die Fragen sind geprägt von einer tiefen Liebe zu Jesus, einem wachen Auge für Wahrheit und Schönheit, und vor allem von einem Leben, in dem die Gnade mehr und mehr Raum einnehmen darf. Sie ist mir ein großes Vorbild.

D. Mark Driscoll tritt als Pastor von Mars Hill Church zurück. Trevin Wax schreibt in der ihm eigenen Weise, mit Weisheit und Gnade und einem wachen Auge für die Probleme unserer evangelikalen Subkultur darüber, was wir aus dem Desaster lernen können und sollten. Roger Willemsen sagt in dem großartigen Programm 'Ich gebe ihnen mein Ehrenwort' an einer Stelle mal: „Es macht einfach Spaß, Idole zu vermenschlichen.“ Dabei sollten wir allerdings unsere Motive prüfen; es ist kein Zeichen von Jesus-Nachfolge, wenn wir Idole vermenschlichen, um unser eigenes Selbstwertgefühl zu boosten („Kein Wunder, dass meine Gemeinde so klein ist; ich bin ja auch schon weiter in der Heiligung als Pastor XY“).


Und einen zum Schluss: Dieser Sermon Jam von Tim Keller war nicht nur sehr bewegend, sondern auch der erste von Tim Keller, den ich je gehört habe. Seine Art, Jesus und das Evangelium aus jedem Text zu filtern, fasziniert mich und bringt mein Herz zum Singen.

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