Samstag, 4. Oktober 2014

Zwischenruf - "Liebster Award"

Jonas Erne hat mich gebeten, einige Fragen über meinen Blog zu beantworten.
Vielleicht interessiert es euch ja auch.
Ich werde keine weiteren Blogger nominieren, auch weil ich gar nicht genug andere deutsche Blogger kenne, die nicht schon bei diesem Spiel mitgemacht haben.
Anyways, viel Spaß :)

  1. Wann hattest du die größte Freude an deinem Blog?
Ich muss sagen, dass ich es immer faszinierend fand, wenn Leute mir sehr positives Feedback zu Artikeln gegeben haben, von denen ich selbst gar nicht begeistert war. Das habe ich auch bei Predigten oft erlebt, und es zeigt mit immer wieder, dass die entscheidende Rolle nicht unsere Schreibfähigkeiten spielen.
Spaß macht es natürlich auch, mit anderen Bloggern zu interagieren auf ihren Blogs - mit fehlen oft die Kommentare auf meinem Blog. Aber man kann nicht alles haben :)

  1. Wie viel Zeit investierst du in deinen Blog?
Für einen Artikel (Freitags) investiere ich etwa 4 Stunden Denkarbeit und weitere 1-2 Stunden zur schriftlichen Ausformulierung.
Für die "Häppchen-Weise" Rubrik fällt nicht viel Zeit ins Gewicht.
Die Rezensionen (Donnerstags) brauchen etwas mehr Zeit.
Ich würde schätzen, dass ich insgesamt 10h Arbeit pro Woche in den Blog stecke.

  1. Was ist dein meistgelesener Artikel?
Die Top drei sind:

2. Von unsauberer Argumentation und guter Herausforderung (Rezension zu Rob Bells "Love Wins")
3. Aus großer Kraft folgt große Verantwortung (Frage: Müssen wir tun, was wir tun können?)

  1. Was inspiriert dich zum Schreiben?
Am meisten schöpfe ich beim Schreiben aus meiner eigenen Zeit mit Jesus am Morgen. In "Davon die Alten sungen..." schreibe ich nicht viel mehr auf als die Gedanken, die mir beim Singen alter Kirchenlieder am Morgen kommen. Meine Artikel sind meistens nicht mehr als Gedanken über die Texte, die ich gerade gelesen habe; oder Erlebnisse, die ich hatte, oder Fragen, die ich mir selber geschrieben habe.
Schreiben ist für mich ein integraler Bestandteil meiner eigenen Interaktion mit der Welt, die mich umgibt - die Sichtbare wie die Unsichtbare - und ohne darüber zu schreiben, wäre es für mich nicht möglich in und an beiden zu wachsen.

  1. Wie bist du zum Glauben gekommen?
Irgendwie wollte ich zu diesem Jesus gehören, weil ich gemerkt habe, dass ich daran glaube, aber nicht dazu gehöre. Heute würde ich sagen: Er hat mich gefunden, und nicht wieder losgelassen.

  1. Über was würdest du bloggen, wenn du einen weiteren Blog hättest?
Literatur, wahrscheinlich. Dann würde ich mehr über Romane und Prosa schreiben, die ich selber produziere, oder die mich inspiriert hat.

  1. Was hat sich bei dir durch das Bloggen verändert?
Definitiv die Art, wie ich über Jesus rede. Phrasen, die ich hier gerne wiederholt verwende (auch um einen Wiedererkennungswert zu haben) schleichen sich immer häufiger in meine Alltagsgespräche. Durch das schreiben und reflektieren über das, was meine Spiritualität ausmacht, ist mir auch immer mehr aufgefallen, wie mein eigener Glaube nicht statisch ist, sondern dynamisch und sich entwickelt - ich empfinde mich mehr und mehr als auf einer Reise befindlich; eine Reise, deren Ziel klar ist (Herrlichkeit!) und deren Parameter klar sind (Orthodoxie), aber die nicht auf einem Punkt stehend ist, die Aussicht genießen, sondern oft eine anstrengende Bewegung, wenn man sich lieber ausruhen würde.
Meine Herangehensweise an Glauben hat sich definitiv verändert - wobei dabei mehr Faktoren eine Rolle gespielt haben als 'nur' das bloggen.

  1. Wie viele Leser hat dein Blog?
Ein neuer Artikel hat zwischen 70 und 100 Leser am Tag der Veröffentlichung. Die o.g. drei besten haben zwischen 200 und 300 Klicks.

  1. Beschreibe ein Erlebnis, dass dir durch den Blog passiert ist.
Nicht ein Erlebnis, aber sehr ermutigend habe ich es jedes Mal empfunden, wenn mir Leser die Rückmeldung gegeben haben, dass der eine oder andere Artikel ihnen geholfen hat, einen bestimmten Aspekt der Wirklichkeit Gottes besser zu verstehen und in Verbindung zu bringen mit ihrem Leben. Das ist immerhin, weswegen ich schreibe!

  1. Wer ist ein Vorbild für dich?
Meine Blogroll zeigt ja, dass ich einige amerikanische Blogs regelmäßig lese, wobei keiner von denen wirklich in die gleiche Richtung geht wie meiner. Ich habe immer versucht, meine eigenen Interessen in Verbindung mit meinen Artikeln zu bringen - deswegen war das hier nie ein wirklich 'akademischer' Blog wie der von Mike Bird oder ein praktisch-theologischer wie der von Ed Stetzer. Wahrscheinlich ist Derek Rishmawy mir das größte Vorbild momentan.

  1. Was planst du in der Zukunft mit deinem Blog?
Momentan gelingt es mir ja ganz gut, sehr regelmäßig zu bloggen. Ich hoffe, dass ich das auch weiter durchhalten kann. Gleichzeitig habe ich manchmal den Eindruck, dass dadurch die Qualität leidet. Ich denke schon länger darüber nach, den Blog mehr für Gastautoren zu öffnen, Einige haben schon interesse angemeldet. Haltet also die Augen offen in Zukunft :)

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