Sonntag, 9. November 2014

Vier Plus 1 am Sonntag – 09.11.2014


A. Technologie bringt uns zu ganz neuen Ufern. In diesem herzerwärmenden und ehrlichen Artikel schreibt die Mutter eines Autisten darüber, wie ihr Sohn Freundschaft findet mit Apples Sprachassistent Siri und das vor allem auf Grund ihrer Genügsamkeit. Mich hat der Artikel deswegen bewegt, weil sie auch immer wieder Informationen einwebt, die zeigen, dass es nicht nur ihrem Sohn so geht. Es sagt etwas über unsere Schnellebigkeit und Ungeduld als Gesellschaft aus, und gleichzeitig fand ich es so unheimlich berührend, dass dieser Junge irgendwie einen Freund findet, auch wenn viele von uns sagen würden, dass es gar kein richtiger Freund sein kann. Isaac Assimoffs 200-Jahre-Mann lässt grüßen.

B. Tim Cook, CEO von Apple, outet sich in der BusinessWeek. Es gäbe sicher viel dazu zu sagen, aber ich fand viele seiner Worte sehr aussagekräftig. Vor allem, dass er seine Homosexualität als Geschenk versteht, weil sie ihm Empathie gelehrt hat. Auch dass es immer noch ein großer, emotionaler Schritt ist, seine Homosexualität in der Öffentlichkeit zu outen, sollte nicht missachtet werden. Besonders, wenn es im Kontext des moralisch so gespaltenen Amerika passiert.
Das bedeutet nicht, dass ich den weltanschaulichen Grundsätzen zustimmen, die Tim Cooks Aussage unterliegen. Ich fand vor allem den nicht kämpferischen Ton in seinem Artikel sehr angenehm, seine non-chalante Art und seine Sympathie für Außenstehende. Vor allem aber fand ich bemerkenswert, dass er anerkennt, dass seine sexuelle Orientierung nicht das einzige definierende Element seine Persönlichkeit ist – nicht einmal das Wichtigste.

C. Wieso gibt es so viele Denominationen? Und wie passen sie in den Plan Gottes? Die vier Jungs von MereFidelity (Andrew Wilson, Derek Rishmawy, Alastair Roberts und Matt Anderson) haben sich zusammengesetzt und versucht, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Dabei kommen sie schnell auf die Analogie zur Teilung des israelischen Königreichs im AT. Diese Verbindung ist mir so noch nicht untergekommen, und ich glaube, dass sie extrem fruchtbar sein kann und hier einige Dinge zu finden sind, die man meditieren sollte. Außerdem gefällt mir der Podcast sowieso sehr gut; ich liebe es, zuzuhören, wie diese Freunde auch miteinander interagieren. Freundschaft ist etwas unschlagbares, denke ich.

D. Mein Freund Denis schreibt über die Heiligkeit Gottes, und ich habe seine Gedanken einfach geliebt. Diese Seite Gottes, das Staunen und die Ehrfurcht vor ihm sind nicht unbedingt unsere liebsten Themen; aber sie machen die Beziehung des Menschen als Geschöpf mit dem unendlichen Schöpfer doch so sehr im Kern aus. Am Ende ist der demütige Schritt in die Ordnung Gottes nicht mehr als das Staunende Sich Ergeben an eine Macht, die man nicht annähernd fassen kann, aber von dessen Güte und zutiefst liegenden 'Gutheit' (ich weiß, dass das Wort nicht existiert, ihr versteht schon, was ich meine ;-)) wir überzeugt sind. Weiter so, Denis!


Und noch einen zum Schluss: Supergeiles Video zu einem superguten Lied von einer supertollen Band. Over the Ocean – Everything will change.

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